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Heimische Orchideen Galerie – Seite eins

In Deutschland wachsen bei uns derzeit über 70 heimische Orchideen. Neben dem prächtigen Frauenschuh und den bekannten Knabenkrautarten sind auch viele klein bleibende Arten darunter, die oft nur bei der Betrachtung durch eine Lupe als Orchideen zu erkennen sind.
Wegen ihrer immer kleiner werdenden Lebensräume sind die meisten Arten stark bedroht. Als konkurrenzschwache Arten siedeln sie meist nur auf  ungedüngten Wiesen die durch Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft und aus der Luft gefährdet sind. Konkurrenzstärkere Pflanzen wie Gräser setzen sich durch und die Orchideen verschwinden. Auch müssen Orchideenwiesen regelmäßig gemäht werden um nicht zu verbuschen. Alle einheimischen Orchideen stehen unter Naturschutz.
Die Systematik in dieser Galerie erfolgt nach der alten Nomenklatur da diese viel weiter verbreitet ist. Nach neuer Nomenklatur wurde z.B.  Aceras anthropophorum zur Gattung Orchis gestellt und aus Coeloglossum viride wurde Dactylorhiza viridis.

Auf dieser Seite finden Sie Bilder der Gattungen Aceras, Anacamptis, Cephalanthera, Coeloglossum, Cypripedium, Dactylorhiza, Epipactis, Goodyera, Gymnadenia und Herminium.
Auf Seite zwei finden Sie Bilder von Liparis, Listera, Neottia, Ophrys, Orchis und Platanthera.

Aceras anthropophorum – Ohnhorn

Diese schlankwüchsige Art wird wegen der Form ihrer Blüten auch Hängender Mensch, Fratzenorchis oder Ohnsporn genannt. Sie kommt auf sonnigen, mageren Kalkhalbtrockenrasen vor. Diese Art ist vorwiegend im Mittelmeeraum beheimatet. In Nordrhein-Westfalen gibt es einige Vorkommen in der Eifel.

Anacamptis pyramidalis – Pyramidenorchis

Die Pyramidenorchis wird auch Hundswurz oder Spitzorchis genannt. Auch sie bevorzugt als Standort kalkhaltige Magerrasen und ist vorwiegend mediterran verbreitet. Dort sind die Blüten meist etwas heller gefärbt als bei den in Deutschland wachsenden Exemplaren. Die Bilder stammen aus dem Teutoburger Wald.

Cephalanthera – Waldvöglein

Die drei heimischen Waldvöglein Arten besiedeln lichte Kalkbuchenwälder und deren Ränder. Das Bleiche Waldvöglein ist die häufigste der drei Arten. Sie neigt zur Selbstbestäubung (Autogamie). Deshalb bleiben bei ihr die Blüten meist geschlossen und öffnen sich nur gelegentlich bei sehr heissem Wetter.

Coeloglossum viride – Grüne Hohlzunge

Diese eher unscheinbare Orchidee ist vorwiegend im Alpenraum verbreitet. Sie kommt aber auch zerstreut in einigen Mittelgebirgen vor wo sie auf meist sauren Standorten auf Wiesen oder Borstgrasrasen wächst. Bilder aus der Krekeler Heide in der Eifel.

Cypripedium calceolus – Frauenschuh

Der heimische Frauenschuh zählt wohl zu den bekanntesten heimischen Orchideen. Er hat sein natürliches Habitat an lichten Stellen im Kalkbuchenwald. Er ist sehr selten weil er immer wieder abgepflückt und ausgebraben wird obwohl er streng geschützt ist.

Dactylorhiza – Knabenkraut

Die Orchideen dieser Gattung werden ebenso wie die Orchis-Arten als Knabenkräuter bezeichnet. Im Gegensatz zu den Orchis-Arten die vorwiegend auf trockenen Halbtrockenrasen vorkommen, wachsen die Dactylorhiza Arten vorwiegend auf feuchten bis nassen Wiesen. Ihre Knollen sind außerdem nicht eiförmig wie bei Orchis sondern fingerförmig geteilt.

Epipactis – Stendelwurz (Sumpfwurz)

Diese Orchideengattung wird auch landläufig als Sumpfwurz bezeichnet, obwohl nur die Sumpf-Stendelwurz  in Deutschland sumpfige Standorte wie Feuchtwiesen und Kalkflachmoore besiedelt. Die anderen Arten sind vorwiegend Waldpflanzen. Die häufigste Art ist mit Abstand die Breitblättrige Sumpfwurz die an vielerlei Standorte angepasst ist und auch machmal mitten in Städten angetroffen werden kann.

Goodyera repens – Kriechendes Netzblatt

Das Kriechende Netzblatt ist die einzige Orchidee der Gattung Goodyera in Deutschland. Sie ist hier die einzige immergrüne Orchideenart und kriecht mit ihrem Rhizom durch die obere Humusschicht der Nadelwälder in denen sie vorkommt.

Gymnadenia – Händelwurz

Die beiden heimischen Händelwurze besiedeln vorwiegend Wiesenstandorte. Diese können sowohl Halbtrockenrasen als auch Feuchtwiesen sein. Oft ist diese Orchidee mit anderen heimischen Orchideen vergesellschaftet.

Herminium monochis – Einknolle

Diese auch als Honigorchis bezeichnetet Art ist eine unserer kleinsten und unscheinbarsten Orchideenarten. Ihre Bestände sind stark rückläufig weil ihre Lebensräume oft nicht mehr traditionell bewirtschaftet werden. Sie kommt auf sommerwarmen, kurzrasigen Trockenrasen vor.

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